Caileann - Die Allianz der Stämme

Kae nu El

(Welt / Heimat vieler Völker )

 

Vom Anbeginn der Zeit bewohnen die Talori das wald- und tierreiche Land zwischen Moraq, der Heimat der Felsen-Clans im Nord-Westen und Ham a Ru, der Heimat der Sandleute im Süden Kae nu Els.

Von den anderen Völkern Kae nu Els Geister der Wälder genannt, leben die Talori in den ausgedehnten und beinahe undurchdringlichen Urwäldern Talors seit vielen Generationen im Einklang mit den Mächten der Natur. Ihre Hauptstadt Talorin liegt tief in den Wäldern verborgen und nur selten verirren sich Fremde dorthin.

Gebaut aus dem was die Wälder ihnen geben, hat Talorin seit Jahrtausenden allen Stürmen, Unwettern und Kriegen standgehalten. Doch es naht eine Zeit, in der die Geister der Wälder um ihren Lebensraum kämpfen müssen, denn eine uralte Legende sagt: …

„…eines Tages werden sich die Opfer der Minen Moraqs aus ihren kalten, feuchten Gräbern erheben und Rache an denen üben, die sie zwangen in den Minen zu arbeiten…

…und es werden die Reiter aus dem Osten, in ihren glänzenden roten Rüstungen auf ihren feuerspeienden Reittieren zurückkehren…so wird ein Krieg über die Völker Kae nu Els hereinbrechen, den nur einige Auserwählte überleben werden…“

 

Von großer, schlanker Statur, Haare in den Farben der Erde auf der sie Leben und Augen in demselben undurchdringlichen Grün wie die Vegetation um sie herum, gekleidet in den Farben des Waldes verschmelzen ihre Konturen mit der sie umgebenden Natur.

Die Talor gelten als Weise und sind sehr zurückhaltend Fremden gegenüber. Sie beherrschen die Magie der Natur und wachen über das Gleichgewicht der Natur und der Wesen die in ihr Leben. Sie leben von dem was ihnen die Natur schenkt und es ist ihnen nicht erlaubt ein Lebewesen nur um des Tötens willen zu jagen. Wenn sie während der Jagd ein Tier erlegen, so bringen sie das Herz des Tieres in einer feierlichen Zeremonie den Göttern Kae nu Els als Opfergabe dar, um ihre Vergebung für ihren Ungehorsam zu erbitten.

 

An seiner Nordgrenze gehen die Urwälder langsam in die uralten Gebirgszüge Moraqs über.

Die Berg- oder Steinleute aus Moraq sind eines der ältesten Völker Kae nu Els; sie bewohnen die zerklüfteten Felsen der Gebirge in der Mitte des kargen, ungastlichen Landes. Sie gelten als arrogant, kalt und unbarmherzig. Mit ihren silbergrauen Haaren und den grauen, fast farblosen Augen wirken sie wie Schatten ihrer selbst. Deshalb werden sie von den anderen Clans Schatten der Berge genannt.

Seit Generationen leben die Moraqi vom Bergbau, denn der Boden unter ihren Füßen ist durchsetzt mit unvorstellbaren Reichtümern.

Wie um Reisende zu verspotten thront Ihre Hauptstadt Mora Qon als uneinnehmbare Festung hoch oben auf den Gipfeln der Felsen aus denen sie vor Jahrtausenden gehauen wurde. Sichtbar und doch nur schwer zu erreichen.

Durch den Abbau der Bodenschätze sind sie eines der mächtigsten Völker Kae nu El`s. Die Moraq sind ein kriegerisches Volk, das seinen Reichtum dazu nutzt, gegen andere Clans Kriege zu führen und die Länder ihrer Gegner zu Unterwerfen. Ihre Gefangenen sind dazu verurteilt, in den Minen Moraqs unter unvorstellbaren Bedingungen Sklavenarbeit zu leisten; und so sind die Minen Moraqs voll von den Gebeinen der Toten und die Legenden erzählen von den Geistern der Toten, die eines Tages zurückkehren werden um ihre Peiniger zur Rechenschaft zu ziehen.

Im hohen Norden Kae nu Els gehen die Gebirge Moraqs in die eisigen Weiten Linn y Knirrs (Land aus Eis) über. Dort herrschen seit uralten Zeiten die Vorfahren Gonradils.

Gonradil der Rote, Gachlarons Sohn, herrscht über ein Volk grausamer, wilder Krieger. Schon von Kindesbeinen an werden Jungen wie Mädchen gleichermaßen dazu erzogen mit Schwert und Schild umzugehen. In Kaltblütigkeit im Kampf stehen die Frauen den Männern in nichts nach und die Schlachten die sie schlagen hinterlassen nur selten Überlebende. Mit ihren rotblonden Haaren und den stechenden eisblauen Augen sind sie ein Sinnbild für Grausamkeit, Stärke, Wildheit und Mut.

Reist man weiter nach Osten so gelangt man schließlich in die nebelverhangenen, fruchtbaren Tiefebenen von Shou, in denen einer Legende nach ein mystischer Ort liegen soll.

Vom Anbeginn der Zeit sind es vier Priesterinnen die als Hüterinnen der Zeit über die Geschichte Kae nu Els wachen: Vier Frauen die geboren werden, um ihr Leben in den Dienst ihrer Welt zu stellen. Vier Frauen, von denen es heißt, sie lenken die Schicksale der Völker Kae nu Els und bewahren das Gleichgewicht zwischen Krieg und Frieden.

Mit viel Sorgfalt wählen sie die Männer aus, die die Väter ihrer Töchter sein sollen. Doch sollte eines Tages das Schicksal es wollen, dass eine von ihnen stirbt ohne eine Tochter zu hinterlassen welche ihren Platz einnehmen kann, so werden sich die Geister der Toten erheben und es wird ein schrecklicher Krieg ausbrechen und weite Landstriche Kae nu Els für immer verändern.

Um die Hauptstadt der Shoukuri ranken sich viele Legenden: Chiyoko. Die Stadt ist eine geheimnisvolle Festung in den Weiten des Ostens. Nur wenige Fremde haben sie gesehen, deren Name so viel wie „Kind von 1000 Generationen“ bedeutet. Die, die sie gesehen haben, berichten von unglaublichem Reichtum. Von bunt verzierten Häusern mit goldenen Dächern. Von noch nie zuvor gesehenen Kunstwerken wie sie filigraner nicht sein könnten und von Edelsteinen groß wie Hühnereier. Den Shoukuri  eilt der Ruf voraus, ihre Feldzüge schnell, leise und mit unvorstellbarer Grausamkeit zu führen. Schnell und lautlos wie der Wind mit dem sie kommen sind ihre Angriffe und sie hinterlassen nichts als Tod und Verwüstung.

Folgt man dem Pfad der Reisenden weiter nach Süden so erreicht man nach vielen Tagesreisen durch einsame, unberührte Landschaften die ersten Ausläufer der Wüsten Ham a Rus.

Ham a Ru, in der Sprache der Jari bedeutet dies: „Land unter dem wandelnden Sand“.

Ein Land, dessen Antlitz geprägt wird von ausgedehnten Wüsten aus feinem, weißem Sand, mit nur sehr wenigen, weit verstreuten und schwer zu erreichenden Gebirgszügen und einigen wenigen Oasen.

Das Volk der Jari bewohnt die ausgedehnten Sandwüsten der südlichen Ebenen. Ihre Heimat ist rau und lebensfeindlich. Doch in den vergangen Jahrtausenden haben sie Möglichkeiten gefunden, versteckt tief unter den Sanddünen Ham a Rus zu Überleben. Ihre Hauptstadt Ina a Ninn (die verborgene Schöne) liegt unsichtbar im Fels unter den heißen Dünen Ham a Rus. Dort hat sich während der vergangenen Zeitalter eine blühende Kultur entwickelt.

Nur selten verirren sich Besucher in die ungastliche Landschaft Ham a Rus.

Die Ham a Ru sind mit ihren dunklen Haaren, den bernsteinfarbenen Augen und der Haut wie dunkles Kupfer perfekt an das Leben in diesem unwirtlichsten aller Länder angepasst. Man sagt, sie beherrschen die Stürme, die Nacht für Nacht über die Dünen jagen und dafür sorgen, das Ham a Ru an jedem Tag des Jahres ein anderes Aussehen hat.  

 

So schließt sich der Kreis unserer Reise durch Kae nu El und nun hört die Geschichte die ich euch zu berichten habe und entscheidet für euch, welchem Clan ihr die Treue halten wollt.